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Christian Löhr  ist Leichtathletik-Trainer aus Leidenschaft.
Christian Löhr ist Leichtathletik-Trainer aus Leidenschaft. Quelle: Foto: Peter Stein
 

Dreimal in der Woche zum Training

Doch ehrenamtlich war er weiter als Trainer bei den Leichtathleten zu finden, war 1997 Gründungsmitglied beim Potsdamer Laufclub. Vor drei Jahren trat er wegen Unstimmigkeiten mit weiteren Sportfreunden aus und wechselte zum OSC Potsdam. Viele Jugendliche der Laufgruppe gingen diesen Schritt mit. Sie wollten bei ihrem Trainer bleiben.

Löhr hat das nicht bereut, ist auch mit seinen 74 Jahren dank seiner Erfahrung und seines Wissens ein viel gefragter Ansprechpartner. „Bei mir stehen Erlebnisse vor Ergebnissen“, sagt er. „Ich habe immer den pädagogischen Ansatz. Ich will sehen, wie sich die jungen Menschen in ihrer Persönlichkeit entwickeln. Wir betreiben in unserer Kinder- und Jugendgruppe wettkampforientiertes Training dreimal in der Woche.“ Löhr vermeidet bewusst den Begriff Leistungssport.

Entwicklung der jungen Menschen begleiten

Natürlich freut er sich auch über Erfolge seiner Läufer, wenn sie bei Landesmeisterschaften auf dem Podest stehen und neue persönliche Bestzeiten aufstellen. „Für mich ist es jedes mal aufs Neue faszinierend mitzuerleben, wie sich die Jugendlichen in der Gruppe entwickeln. Das hat eine solche Eigendynamik, sie werden selbstbewusster und eigenverantwortlicher“, erzählt Löhr und verweist im gleichen Atemzug auf seine Mitstreiter beim OSC, wo sich drei Trainer um die jungen Läufer kümmern. Die Jugendlichen werden mit einbezogen. So dürfen sie aus ihrer Mitte bestimmen, welche drei Sportler am jährlichen Stadtlauf in Potsdams Partnerstadt Luzern teilnehmen. Zur Mitverantwortung gehöre auch, dass bei längeren Trainingsläufen im Wald der Vorletzte immer auf den Letzten wartet. „Da soll keiner allein sein“, meint der Trainer.

Pünktlich sein, gut vorbereitet und gute Laune mitbringen

Löhrs Anspruch zuerst an sich selbst lautet: „Du musst Vorbild sein. Du musst pünktlich, gut vorbereitet sein und gute Laune mitbringen.“ Seine jungen Sportler dürfen ihn duzen. „Respekt muss man sich erarbeiten, den bekommt man nicht geschenkt“, sagt der zweifache Vater und vierfache Opa dazu, der mit seiner Partnerin in Ketzinwohnt.Und ihn inspiriert es, mit welchem Eifer die Mädchen und Jungen trainieren. „Es ist beileibe nicht so, dass die Jugendlichen heutzutage nicht wollen. Die können sich schon noch richtig quälen. Viele haben großen Ehrgeiz, da muss man auch lenkend eingreifen. Andererseits gibt es heute vielfältigere Möglichkeiten im Freizeitbereich, da steht die Leichtathletik vielleicht nicht an erster Stelle. Dennoch, wir haben guten Zulauf. Das spricht sich schnell rum, wenn man gute Arbeit leistet und eine gute Atmosphäre in der Trainingsgruppe herrscht.“ Die OSC-Athleten können die Top-Bedingungen im Luftschiffhafen nutzen. Davon profitieren sie sehr.

Löhr ist einer, der mit den Athleten mitfiebert. „Bei Straßen- oder Crossläufen gehe ich raus auf die Strecke, feuere die Athleten an, gebe ihnen moralischen Beistand. Und natürlich bin ich auch im Ziel, um zu gratulieren oder zu trösten, je nachdem.“ Zu den Zielen für 2019 der OSC-Läufer gehört es, nach Platz zwei im Vorjahr die Vereinswertung im Brandenburg-Cup zu gewinnen.

(Quelle: MAZ online, Peter Stein)

Adresse

Leichtathletik- Verband Brandenburg

Olympischer Weg 2

14471 Potsdam

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