Speerwerfer Bernhard Seifert ist Sportsmann durch und durch. Was alle, die ihn kennen, schon lange wussten, ist nun auch amtlich bestätigt: durch den Fair Play Preis des Deutschen Sports. Den nämlich hat der 26-Jährige beim SC Potsdam nun vom Deutschen Olympischen Sportbund und dem Verband Deutscher Sportjournalisten verliehen bekommen. Anlass war sein damaliger Verzicht auf den ihm zustehenden Startplatz bei der WM im vergangenen Jahr zugunsten seines Nationalmannschaftsteamkollegen Julian Weber. Seifert hatte sich damals in einer Formkrise befunden und den Mannschaftserfolg über das eigene sportliche Abschneiden gestellt.

Der Potsdamer hatte bereits früh in der Saison die Nominierungskriterien für die WM erfüllt. Dann jedoch geriet er in eine Formkrise, die ihn schließlich wenige Wochen vor Beginn der Wettkämpfe dazu bewog, seinem Kollegen Julian Weber den Vortritt zu lassen. Dieser war mit einer Verletzung in die Saison gestartet, hatte aber im August bei der Deutschen Meisterschaft sowie der Team-Europameisterschaft starke Leistungen gezeigt.

Dieses selbstlose Verhalten beeindruckte die Jury. „Er hat seine eigenen Interessen zugunsten eines Mannschaftskollegen zurückgestellt und damit in besonderer Weise Teamgeist bewiesen. Das verdient unseren großen Respekt und unsere Anerkennung“, so Prof. Dr. Gudrun Doll-Tepper, als DOSB-Vizepräsidentin Mitglied der Jury.

(Quelle und Bild: LSB Brandenburg)