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Bernhard Seifert im ZDF mit Fair-Play-Preis ausgezeichnet

dpa/nw

Speerwerfer Bernhard Seifert hat am Samstagabend im ZDF den "Fair-Play-Preis des Deutschen Sports" erhalten. Diesen bekam der 27-Jährige, weil er 2019 zugunsten seines Teamkollegen Julian Weber freiwillig auf einen Start bei den Weltmeisterschaften in Doha (Katar) verzichtet hatte. DOSB-Präsident Alfons Hörmann sprach von einer „wertvollen Haltung“.

Für seine starke Geste zugunsten seines Speerwurf-Kollegen Julian Weber (USC Mainz) vor der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2019 hat Bernhard Seifert (SC Potsdam) jetzt den "Fair-Play-Preis des Deutschen Sports“ erhalten. Der 27-Jährige erhielt die Auszeichnung am Samstagabend im "Aktuellen Sportstudio“ des ZDF. Der Preis wurde dem Athleten bereits im Januar zuerkannt; er wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) vergeben.

Bernhard Seifert hatte die Norm für die WM in Doha (Katar) im Vorjahr bereits früh erfüllt. Wegen einer späteren Formkrise verzichtete der Potsdamer zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt aber auf sein Startrecht. Davon profitierte der Mainzer Julian Weber, der schließlich WM-Sechster wurde. „Deine faire Geste hat uns alle zutiefst beeindruckt“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann in einem Video und sprach von einer „wertvollen Haltung“.

Bernhard Seifert : „Es ist eine große Ehre"

„Er hat seine eigenen Interessen zugunsten eines Mannschaftskollegen zurückgestellt und damit in besonderer Weise Teamgeist bewiesen. Das verdient unseren großen Respekt und unsere Anerkennung“, hatte Gudrun Doll-Tepper, die als DOSB-Vizepräsidentin Mitglied der Jury war, die Wahl von Seifert begründet. „Ich habe die Geste nicht gemacht, um am Ende den Fair-Play-Preis zu bekommen. Das war nie der Plan“, sagte Bernhard Seifert im ZDF, betonte jedoch, dass es „eine große Ehre“ sei.

DLV-Generaldirektor Idriss Gonschinska hatte den Entschluss von Bernhard Seifert bereits im vergangenen Jahr gewürdigt: „Diese Entscheidung respektiere ich mit großer Wertschätzung. Er bringt sich dabei mit bemerkenswertem Fairplay und Teamgeist im Sinne des Erfolges der DLV-Nationalmannschaft ein. Seine Entscheidung ist zudem ein Ausdruck der besonderen Atmosphäre im DLV-Speerwurfteam.“

(Quelle: DLV)

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